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WWI - Ankündigung von StarCraft II
27.06.2008, 08:35


Über wohl kein Spiel wurde in den letzten Monaten soviel diskutiert und spekuliert, als über StarCraft II. An diesem Wochenende findet das Blizzard World Wide Invitational statt und wird, nach Karunes Aussage, einigen weiteren Diskussions- und Spekulationsstoff bieten. Um euch nochmal einen genauen Überblick zu verschaffen, veröffentlichen wir im Verlaufe des WWI weitere Artikel, Statements und Interviews zum Spiel, sowie bieten euch eine kleine Review über das bisher Geschehene. Dieser Artikel wird sich vornehmlich mit den Themen „Was hat sich verändert?“, „Das Announcement der Zerg“ und den Spekulationen zur Veröffentlichung befassen.

Was hat sich verändert?
Neben den altbekannten Dingen des StarCraft Universums hat sich natürlich mit der Entwicklung von StarCraft II einiges verändert, vielleicht zum Nachteil, aber vor Allem hoffen wir Spieler natürlich auf Neuerungen, welche uns das Spiel einfacher gestalten werden.
Allem voran fällt natürlich die Grafik auf. Viele Lichteffekte, Schatten und 3D Animationen gestalten die Umgebung von StarCraft II um einiges attraktiver für das spielerische Auge. Viel Wert wurde dabei auf die Details der Umgebung gelegt, welche dem Spieler auf jeder Map eine Augenweide bieten. Problem, welches einige Spieler bemängelten, war die Unübersichtlichkeit durch zu viele Effekte im Gegensatz zum alten StarCraft, welches Übersicht pur bot. Befürchtet wurde, dass das Micromanagement darunter leide, da einzelne Einheiten schwer zu finden seien. Neben der Umgebung wurden auch kleine Details an den schon bekannten Einheiten, wie dem Marine und dem Zealot, verändert. So trägt der Marine einen Schild, sowie eine Art Laserklinge an seiner Waffe und der Zealot ist nun in der Lage sich per Sturmangriff auf den nächstgelegenen Gegner zu stürzen und ihn mit seinen PSI Blades zunichte machen. Im Großen und Ganzen bleiben die Einheiten und Gebäude grafisch allerdings sehr ähnlich zu ihrem Vorgänger, welches den Einstieg voraussichtlich ein wenig erleichtern wird. Wenn wir gerade schon über die Einheiten und Gebäude reden, so ist natürlich festzustellen, dass es auch Neulinge unter jenen gibt. Da wäre bei den Terranern zum einen der mächtige Thor zu nennen, ein riesiger Mech der die gegnerischen Einheiten schon durch seine gewaltige Größe beeindruckt. Bei den Protoss fallen gleich zwei der neuen Einheiten sofort auf, zum Einen der gigantische Colossus, welcher ohne große Probleme Höhenunterschiede überwindet, sowie das Mutterschiff, der Prachteinheit der Protoss. Wer fehlt? Richtig, die Zerg! Da diese jedoch einen eigenen Punkt in diesem Artikel haben, bleiben wir mit jenen noch ein wenig aussen vor. Auch hier gibt es einige Kritikpunkte, wie zum Beispiel der Vorwurf, dass Einheiten in StarCraft II aussähen wie Ninjas (vgl. Zealot), oder WarCraft III Units (vgl. Marines und Stalker). Auch an den neuen Einheiten bleibt nicht immer ein gutes Blatt, denn der Colossus der Protoss tauchte schon in ähnlicher Form in dem vor 109 Jahren geschriebenen Buch „War oft the worlds“ von H. G. Wells auf. Ausserdem gelängen die Laserstrahlen der Einheit in den Weg der anderen Units und verwirren so den Spieler, nach einem Teil der Community wäre eine fliegende, nicht zu große Einheit sinnvoller gewesen. Auch der Thor stößt nicht überall auf Begeisterung, denn die Terraner haben durch ihren Siege Tank bereits eine starke Einheit, welche deutlich schneller und schlanker ist, als der Thor. Doch weg von den Kritikpunkten der Einheiten, zurück zu den positiven Punkten. So stößt der Phönix, als einwandfreien Ersatz für den Scout, in das Arsenal der Protoss. Auch der Reaper der Terraner ersetzt den Firebat exzellent, so dass man diesen nicht unbedingt vermisst.
Betrachtet man StarCraft II also rein grafisch, so ist das Design einiger Einheiten und Gebäude zu verspielt, es fehlt die düstere Seite, welche den Spieler fesselt. Ein letzter Unterschied und Kritikpunkt in einigen Teilen der Community ist die starke Automatisierung im Spiel. Sie ist gut, wenn sie ein Spiel bereichert, allerdings gehe dadurch der Trainingseffekt in einer kompetativen Szene vollkommen unter und es zahle sich nicht mehr aus.
Neues Design, neue Einheiten, was gibt es noch erwähnenswertes zu nennen? Richtig, die Möglichkeit Höhenunterschiede zu überwinden! Dadurch können die in StarCraft noch taktisch wichtigen Chokes des Gegners leicht ausgekontert werden, da Einheiten wie die Reaper, oder der Colossus in der Lage sind, an anderen Stellen in die Base des Gegners einzudringen. Diese Neuerung wird einigen neuen taktischen Stoff bieten und schon verloren geglaubte Spiele unter Umständen noch herumdrehen.
Zusammenfassen lässt sich also sagen, dass StarCraft II sich von seinem Vorgänger fast nur rein grafisch unterscheidet und lediglich neue Einheiten ins Spiel bringt. Allerdings bieten jene neue taktische Möglichkeiten, man fühlt sich direkt wohl wenn man bekanntes Terrain betritt und schlussendlich darf man gespannt sein, was bis zum Release noch hinzukommen wird.

Das Announcement der Zerg
Die Zerg, die Rasse im Spiel, um die es den meissten Hype gab. Blizzard ließ sich viel Zeit und veröffentlichten erst vor wenigen Monaten genaue Details. Grund für die Verzögerung war die Ausbalancierung, da die Zerg die komplexeste Rasse in StarCraft II ist. Generell ist zu sagen, dass die Zerg geblieben sind wie sie es schon immer waren, schleimig, brutal, gewissenlos und einfach nur stylisch. Auch hier gibt es natürlich einige Neuerungen. Beginnen wir mit den Einheiten. Zerglinge haben nun die Möglichkeit sich zu Banelingen zu morphen, einer Suizideinheit, welche dem Gegner mit Säure angreift. Ebenfalls neu ist der Nydus Wurm, welcher es dem Zergspieler erlaubt, seine Einheiten entweder durch einen Moph zum Nydus Canal von einem Ort zum Anderen zu schicken, oder kleinere Einheiten zu transportieren. Als neue Anti Air Einheit rückt der Corruptor in das Arsenal der Zerg. Dieser korrumpiert gegnerische Einheiten, so dass sie sich nicht mehr bewegen kann und zudem noch verbündete Einheiten angreift. Falls StarCraft Veteranen den Defiler suchen, so werden sie nicht fündig, stattdessen findet man den Infester. Dieser kann nicht angreifen, kann sich jedoch unterirdisch bewegen und so gegnerische Gruppierungen umgehen. Sein Dark Swarm schützt verbündete Einheiten vor Fernangriffen und er versucht sowohl Einheiten, als auch gegnerische Gebäude, aus denen Infested Marines die feindlichen Linien attackieren.


Banelinge Corruptor Infestor Queen

Von den Helden der Lüften nun zu einer neuen Bodeneinheit: Dem Roach. Diese Einheit ist sehr schnell und hat eine hohe Hitpoint Regeneration, wodurch er in Massen nur durch Fokus Fire zu kontern sein wird. Das Highlight der Zerg ist jedoch die Queen. Sie kann den Creep der Zerg erweitern, aber ihn auch vergiften, so dass gegnerische Einheiten Schaden nehmen. Ihre Fähigkeit „Deep Tunnel“ erlaubt es ihr, sich zu jedem Zerggebäude zu teleportieren. Dies macht sie schon zu einer idealen Baseverteidigungseinheit, jedoch ist dies noch nicht genug. So ist die Queen in der Lage Eier um das Haupthaus der Zerg zu legen, welche jenes beschützen. Auch kann sie Zerggebäude so modifizieren, dass sie auf gegnerische Einheiten schiessen und zu guter letzt ist sie ebenfalls in der Lage die beiden Verteidigungsgebäude „Shriekers“, welches unsichtbare Einheiten aufdeckt, und „Sunken Cluster“, welches sowohl Luft- als auch Bodeneinheiten angreift, zu errichten. Neben diesen Neulingen gibt es allerdings auch eine gravierende Änderung bei dem Overlord. Dieser ist nun nicht mehr in der Lage Einheiten zu transportieren, oder unsichtbare Einheiten aufdecken. Dafür kann er nun nach einem Upgrade Creep erscheinen lassen, sowie Mineralienblöcke versuchen, so dass sie unbrauchbar werden. Benötigt man Anti-Invisible, so kann der Overlord nun zum Overseer ausgebaut werden, welcher unsichtbare Einheiten sieht, jedoch sämtliche anderen Eigenschaften des Overlords verliert. Auch der Lurker wurde etwas beschnitten, denn war er im alten StarCraft unsichtbar nachdem er sich eingegraben hatte, fällt dies nun weg und er ist voll sichtbar.
Die Zerg, wohl das Glanzstück im gesamten Game sind nach wie vor die Rasse mit dem Massenvorteil. Sie bleiben ihren Style aus StarCraft treu und werden wohl auch in Zukunft die Planeten unsicher machen, auf der Suche nach Nistplätzen bis hin zur völligen Herrschaft im Universum.

Spekulationen zur Veröffentlichung
Wann kommt es? Noch dieses Jahr? Total ausgereift und nicht nur eine Beta? Die wahrscheinlich meistgestellten Fragen in Interviews mit Blizzardmitarbeitern. Samwise Didier kommentiert es ähnlich wie VALVE mit einem „when it’s done‘‘ und überlässt den Fans die Spekulation. Doch seit dem 23.06.2008 scheint es sich so langsam herauszukristallisieren. StarCraft II steht bei diversen US-Onlineshops wie beispielsweise GameStop, EBGames, Circuit City und Best Buy, für den 3. Dezember diesen Jahres auf dem Vorbestellkalender. Damit hofft die Community natürlich auf eine baldige Betaphase. Blizzard scheint damit endlich mal einen ihrer geplanten Termine einzuhalten, jedoch kennt man es ja von ihnen, dass sie diesen Termin relativ kurzfristig canceln können. Spekulationen um das wirkliche Releasedate sind also noch nicht vom Tisch und wir dürfen gespannt sein, ob wir uns über einen neuen SCV unter dem Weihnachtsbaum freuen dürfen.
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