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Starcraft II - Zurück in die Zukunft
14.09.2007, 21:29
Wir schreiben den Monat September des Jahres 2007 nach Christus, vor rund vier Monaten kündigte Blizzard Entertainment das Echtzeit-Strategiespiel Starcraft II an und von dem Moment an, entbrannte bereits eine regelrechte Hysterie rund um den Titel. Grund dafür ist wohl der schier undenkbare Erfolg des Vorgängers Starcraft und Starcraft:Broodwar. Doch wie begann diese Erfolgsstory eigentlich ursprünglich?


Anno 1998

Der Klassiker Starcraft wurde von Blizzard im Jahre 1998 auf den Markt gebracht und sollte seinen Vorgänger, Warcraft II vom Thron stoßen. Das Spiel enthielt nur drei Rassen, doch waren diese derart gut ausbalanciert, wie es seither fast nie mehr erreicht wurde. Trotz der vollkommen verschiedenen Einheiten und Technologien der drei Rassen, Protoss, Terraner und Zerg, blieb das Mächteverhältnis zu jeder Zeit in der Waage.

So wurde neben dem Erfolg im Casual-Gaming Bereich auch der erfolgreiches wettbewerbsorientiertes Spielen gelegt. Schnell entwickelte sich rund um das Spiel eine riesige Szene und die Story wurde in Romanen aufgegriffen und zu Papier gebracht. Die Fangemeinde wuchs und wuchs. Vor allem im asiatischen Raum entwickelten sich Communitys, die die westlichen Vorstellungen von Computerspielen dieser Zeit sprengten. Fernsehübertragungen mit Zuschauerzahlen, die hier zu Lande so nur vom Fußball bekannt waren, waren im fernen Osten, hauptsächlich in Korea, schnell keine Seltenheit mehr. Langsam aber sicher schwappte diese Welle dann auch zu uns herüber und brachte dem zu der Zeit aufkommenden Neologismus eSport einen neuen Schub.


The next generation

Ende des gleichen Jahres brachte Blizzard dann schließlich bereits das Expansion Set Broodwar auf den Markt. Die nur in Verbindung mit Starcraft lauffähige Erweiterung brachte den Fans des Spiels neue Maps und Einheiten und verhinderte erfolgreich ein Abkühlen des Runs auf das Spiel. Als weitere Folge zu all dem begannen sich Ligen zu entwickeln, die dem Spiel ein weiteres Stück Professionalität boten und mit Preisgeldern lockten, die zu der Zeit nicht selbstverständlich waren.

Bis zum Erscheinen von Warcraft III war Starcraft:Broodwar der unangefochtene eSports Titel was Echtzeit-Strategie anging, doch mit dem Erscheinen des neuen Strategie-Hits aus dem Hause Blizzard begann das Augenmerk immer und immer mehr auf Warcraft zu fallen. Zumindest in Europa gelang es WC3 Starcraft an Popularität zu übertrumpfen, von einem Aussterben der SC:BW Szene konnte jedoch zu keiner Zeit die Rede sein. In Korea hingegen blieb das Augenmerk bis heute auf Starcraft.


Mut wird belohnt

Nun ist es endlich an der Zeit eine Ablösung von Warcraft III in Europa und eine Neuauflage des Klassikers in Asien auf die Beine zu stellen. Im Mai dieses Jahres tat Blizzard den ersten offiziellen Schritt hierzu und kündigte Starcraft II an. Eine wahre Welle der Hysterie entbrannte allein beim Gedanken daran. Im Wochentakt kamen mehr und mehr Informationen und Screenshots ans Licht und für viele bestand schon nach kurzer Zeit kein Zweifel mehr, dass Starcraft II seinen Urvater noch einmal schlagen wird und ebenso eine Legende werden wird.

Auf der Games Convention in Leipzig zeigte sich dann von neuem, dass das Spiel das Zeug hat Warcraft III vom Frozen Throne der Echtzeit-Strategiespiele zu verdrängen. Bereits zwei Minuten nach der Öffnung der Messe hatte sich am Blizzard Stand eine Schlange gebildet, der Blizzard per Schildern eine Wartezeit von vier Stunden zumaß. Denjenigen, die das entsprechende Stehvermögen hatten, bot sich dann jedoch auch der Anblick eines alten-neuen, noch schöneren, noch besseren Starcraft II.


Spannung

Bleibt abzuwarten ob die Panik rund um das Game berechtigt ist. Bei ebenso groß angekündigten Titeln, wie zum Beispiel Counter-Strike:Source, liefen sich solche Wellen nach Release jedoch tot. Ob das neue Starcraft dann auch endgültig von der neuen, aber auch vor allem alten Community angenommen und gepriesen wird muss sich erst noch zeigen. Sollte dies nicht geschehen, wird das Spiel wie schon viele andere Fortsetzungen immer ein schöner „Mod“ des echten Starcraft bleiben. Ebenso muss sich das Spiel erst noch im eSport beweisen. Ein wichtiger Kernpunkt in der Thematik wird die ehemals hoch gelobte Balance der drei Rassen sein. Ob Blizzard diese, trotz kleinerer Änderungen, wie neuen Karten und Einheiten, beibehalten kann ist dementsprechend die Gretchenfrage, die es zu beantworten gilt. Dustin Browder, Leadartist von Starcraft II, verspricht weiterhin ein genauso schnelles, genauso spannendes und genauso atemberaubendes Spiel wie schon der erste Teil der Serie es war. Hoffen wir also das Beste und warten weiterhin gespannt auf den Release in den kommenden Monaten.

Kommentare
#1 - Phonix schrieb am 21.09.2007, 18:51:
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also es gibt noch andere sachen vor 1998, ich hab die page jetzt vergessen, aber war irgendwas mit legionär oder so, da waren alpha screens:D
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